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Echo & the Bunnymen : The Fountain

21. Oktober 2009 | Von DustDevil | Kategorie: CD Tipp, Neuvorstellungen

Echo & the Bunnymen

Ob der Name „Echo“ nun wirklich von der Rhythmusmaschine der Band stammt oder doch nur ein witzig gemeinter Einfall eines alten Kumpels war, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Sicher ist, dass Echo & The Bunnymen mit The Fountain nun ihr elftes Album vorlegen – fast 30 Jahre nach Gründung der Band und einer bewegten Historie, die sich dadurch auszeichnet, dass alle zehn bisherigen Alben von Echo & The Bunnymen stets die UK-Top-100 erreichten – fünf davon sogar die Top-10.

Echo & The Bunnymen sind heute im Kern die Gründungsmitglieder Ian McCulloch und Will Seargent, die sich für The Fountain mit dem schottischen Producer John McLaughlin zusammengetan haben, auf dessen Konto der kristalline Sound des Albums zurückgeht. „John hat unter anderem mit Busted und Five zusammengearbeitet“, erklärt McCulloch. „Wir sind enge Freunde, und weil ich für The Fountain einen großen und soliden Sound haben wollte, der die Texte unterstützt, kam ich sofort auf ihn. Das Album sollte nicht so oberflächlich klingen wie Siberia, und daher brauchte ich jemandem, dem ich wirklich vertrauen konnte. Als John hörte, wie ich The Idolness Of Gods nur mit der Gitarre spielte, kamen ihm die Tränen. Er versteht genau, wie ich meine Songs anlege.“

The Fountain ist eine entschiedene Rückkehr zur Form und steckt voller pulsierender Rockhymnen. Etwa die erste UK-Single Think I Need It To, oder Do You Know Who I Am, Forgotten Fields und Everlasting, auch die Bowie-esken Proxy und Shroud Of Turin. Das Zentrum des Albums ist jedoch die berührende Ballade The Idolness Of Gods, das McCulloch als kathartische „Seelen-Spülung“ bezeichnet. In Do You Know Who I Am zeigen Echo & The Bunnymen zudem ein deutliches Augenzwinkern. „Do you know who I am ist eine Redewendung, die man sich meist nicht traut zu benutzen“, grinst McCulloch. „Es ist oft sehr ironisch gemeint, aber Tatsache ist, dass ich auf dem ganzen Album sage, dass ich sehr wohl weiß, wer ich selbst bin. Und ich habe das Bedürfnis, Euch nochmal mit der Nase darauf zu stoßen. Und ich weiß, was ich jetzt will.“

Zu den großen Momenten auf dem Album gehört auch der Song Shroud Of Turin, in dem Mac buchstäblich Jesus Christus begegnet: „Der Song ist eine Art Gespräch mit Jesus“, erklärt er. „Es ist ein bißchen ironisch gemeint, aber auch eine andere Art des Betens. Die Idee kam mir während eines Gigs in Rimini, in einem Club, der, glaube ich, Transylvania hieß. Ich sah dieses Bild auf den Monitoren, und es war das Gesicht Jesu. Ich stoppte den Song, den wir gerade spielten, und sagte dem Publikum: He, wenn ihr genau hinguckt, könnt ihr das Leichentuch von Turin sehen!“

The Fountain ist ein sehr kraftvolles Album, vor allem für eine Band, die dreißig Jahre Höhen und Tiefen, Auflösungen und Re-Unionen erlebt hat. Es besitzt eine erstaunlich moderne Sensibilität, die durchaus eine neue Generation von Hörern anspricht. „Die vergangenen Jahre waren wie Vor- und Nach-Renaissance-Jahre, und wir haben das Gefühl, dass die Bunnymen mit diesem Album wichtiger denn je sind“, sinniert Mac. „Siberia hatte gute Presse bekommen, besonders in den USA. Aber es war nicht das Beste was geht. Die Arbeit an The Fountain war dagegen ziemlich aufregend. Ich fand es jedenfalls aufregend, Echo & The Bunnymen wieder als aufregende Band zu sehen. Ich für meinen Teil habe meinen Groll wiedergefunden – manche nennen es auch Angst, ich betrachte es lieber als Groll.“

„Ich bin außerdem ein besserer Songwriter und Sänger geworden“, fügt er hinzu. „Meine Stimme besitzt mehr… Aufrichtigkeit. Und das passt sehr gut zu den Songs. Es geht auf diesem Album um etwas, es klingt nicht nur so, als ginge es um etwas. Es geht darum, dass man all die Jahre sein Leben gelebt hat, sich aber immer noch fühlt wie ein junger Spund. Ich bin kein Songwriter im traditionellen Sinne, am besten bin ich, wenn ich dichte.“

Tatsächlich wirkten Echo & The Bunnymen bei ihren letzten Shows irgendwie verjüngt. Ihre durchweg ausverkauften Ocean Rain-Shows in der Albert Hall, London, in der Radio City Music Hall in New York und in der Liverpooler Echo-Arena wurden mit viel Kritikerlob bedacht, und auch die Gigs im Camden Crawl und auf dem Glastonury-Festival erhielten herausragende Rezensionen. The Fountain bestätigt diese Eindrücke. Irgendwie scheint diese Band aus einer magischen Quelle getrunken zu haben, die ihnen ein neues Dasein mit neuer Energie gegeben hat – The Fountain.

Quelle: www.naanoo.com

The Fountain

Tracklist:

01. Think I Need It Too (3:41)
02. Forgotten Fields (3:46 min)
03. Do You Know Who I Am? (2:52)
04. Shroud of Turin (4:10)
05. Life of 1,000 Crimes (3:22)
06. The Fountain (4:01)
07. Everlasting Neverendless (3:08)
08. Proxy (3:15)
09. Drivetime (4:11)
10. The Idolness of Gods (4:38)

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6 Kommentare
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  1. Sehr nettes Album, habs schon gehört. Vor allem die Tracks “Drivetime” und “Forgotten Fields” haben es mir angetan Grin, aber auch im ganzen nette Scheibe

  2. Gefällt mir ebenfalls super, wobei ich die beiden von meinem Vorposter genannten Tracks nicht so stark finde, aber im Ganzen eine gute Leistung. Big Smile

  3. nette Scheibe. Durchweg gute Lieder, wobei ich nicht finde, das ein Track besonders heraussticht, aber gerade diese Kontinenz macht das ganze irgendwie ansprechend Wink

  4. habe von diesem Album viel erwartet und bin nicht enttäuscht worden. Gefällt mir echt super

  5. habe von diesem Album nicht so viel erwartet und bin positiv überrascht worden Smile
    so hab ichs am liebsten Wink

  6. Ist wirklich eine abwechslungsreiche Scheibe geworden, was man so nicht erwartet hätte.

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