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Festivalbericht - Amphi Festival 2007

3. August 2007 | Von DustDevil | Kategorie: Festival

Amphi - Festival 2007 - 21. - 22.07.2007, Köln Tanzbrunnen www.amphi-festival.de

Amphi 2007

Ein Festivalbericht von Karsten Allenstein

”Do simmer dabei, dat is prihimaa!”

Nach CSD und Kölner Lichtern folgte am dritten Juli - Wochenende nun ein weiteres kultu-relles Highlight für den Party-geilen Kölner: Zum zweiten Mal fand das Amphi- Festival am Tanzbrunnen in Köln statt. Nach dem erfolgreichen Debüt im Jahre 2006 war es nur konse-quent, das Amphi - Festival wieder am Tanzbrunnen zu veranstalten. (….sind wir nicht alle ein bisschen „Kölner“.)

Und der Wettergott war den Veranstaltern auch gnädig. Es herrschte „Mai – Wetter“, sprich Regen & Sonne gleichzeitig. Der Tod für jedes aufwendige Make up, aber da mussten die ca. 18.000 anwesenden Jungs und Mädels durch…..

Von Electro, Pop, Wave, Batcave, Industrial, Gothic, Futurepop bis zu Old-School EBM!
Undergroundhörer aller Szenen vereinigt Euch. Auf Amphi 2007 konnte man mal wieder lernen, wie überflüssig Scheuklappen sind.

Ein besonderer Entertainmentfaktor waren auch die gelungenen und passenden Ansagen von Moderator Honey(Welle:Erdball).

Samstag, 21.07.2007

Eisbrecher

haben das Publikum von Anfang an mitgerissen, auch wegen der selbstironischen Art des Sängers, der irgendwann meinte „es gibt auch sympathische Bayern“… Und das waren sie vom ersten Ton an.

Funker Vogt

Sänger Jens erschien im orange Hemd und schwarzer Krawatte. So wie es sich für einen aufstrebenden Electroact gehört. Vorbei sind die Zeiten, als Funker Vogt im martialischen Kampfoutfit und Tarnnetzen die Bühne betraten. Neben der Electronik gehören längst satte Gitarren zur mitreißenden Bühnenshow.

Unheilig

Der Graf hat sich in den letzten Jahren mit seiner konsequenten und authentischen Art die Sympathien der schwarzen Szene erspielt. Das Set des Amphi – Konzertes wurde per Internetvoting durch die Fans bestimmt. Somit reihte Der Graf einen Hit nach dem nächsten aneinander. Von “Mein Stern” über “Freiheit” bis hin zu „Tanz mit dem Feuer“ - die treiben-den Songs wurden vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

ASP

Von „Ich bin ein wahrer Satan“ über „Ich will brennen“ bis hin zu „Schwarzes Blut“ rockte ASP über die Bühne. Seine saubere, ausgebildete Stimme ist immer wieder beeindruckend. Am Ende des Konzerts konnte man nur glückliche und meist verschwitze Gesichter sehen. Erstaunlich, aber ASP sind doch immer wieder – auch mit ausschließlich „älteren“ Stücken - wirklich mitreißend!

Front 242

Sehr strange, was drei alte Männer für eine Begeisterung auslösen können… Nach dem Motto “Zurück in die Zukunft” - präsentierten Jan-Luc de Meyer & Co. Ihre “2007´er Versionen” von “Body to Body”, “Welcome to Paradise”, „Headhunter“ und vielen weiteren Hits. Hier gab es Futter für die Old - School - EBM Fraktion. Ach was war das vor 20 Jahren schön….. ja, wenn man erst von “damals” reden kann ist man alt. Vergessen ist alles was in den letzten 20 Jahren nachgewachsen ist……

Und: Leute! Nicht Jan-Luc & Co. hatten keine Lust mehr auf eine Zugabe, sondern sie durf-ten nicht mehr! Alle Beschwerden bitte an das Kölner Ordnungsamt. Eine Zugabe war laut Setliste eingeplant, konnte aber nicht mehr gespielt werden.

Sonntag, 22.07.2007

Saltatio Mortis

Saltatio Mortis konnten das Publikum von Anfang an mit ihrer gelungenen Mischung aus E-Gitarren, Dudelsäcken und Drehleier überzeugen. Bereits nach dem ersten Lied schafften es die Jungs das Publikum zum Tanzen und mitsingen zu bewegen, was nicht zuletzt an der sympathischen Bühnenshow lag.

Heimataerde

Heimataerde waren gewöhnungsbedürftig. Die Idee, im Kreuzritter – Outfit auf die Bühne zu kommen, beeindruckte zunächst. Leider konnten Heimataerde dann doch nicht überzeu-gen. Elektroklänge in Verbindung mit mittelalterlichen Fragmenten, dazu aufgesetzt „böse“ klingender Gesang ist nicht mein Ding und so sah das auch ein grossteil der Zuschauer.

Mesh

Mark und seine Mitstreiter von der britischen Insel spielen ein “Best of” ihrer bisherigen Veröffentlichungen. Im vorderen Drittel des Publikums wurde eine nette Party gefeiert. Alte Hits wie “Trust you” durften nicht fehlen, aber auch “Petrified” und “Open up the Ground” fehlten nicht. Der Stand der Dinge in Sachen „moderner Electropop“!

Zeromancer

Sänger Alex Moklebust strahlte von Anfang bis Ende Unmengen von Energie aus. 40 min. lang präsentierte er seinen perfekten Körper (Oberkörper frei!), was insbesondere das „Weibsvolk“ dahin schmelzen ließ. Es wurde eine solide Electroparty gefeiert. Alex & Co. haben die Zuschauer(innen) ganz schön angetrieben.

Subway to Sally

Subway to Sally konnten sich ganz auf die Flöten-Dudelsack-Fraktion verlassen. Die stim-mige Bühnendeko, die passenden Outfits und die Bühnenshow (Feuershow!) taten ihr übri-ges. Quasi nach den ersten Klängen war das gesamte Publikums in Partystimmung. Noch im Frühjahr überzeugten Eric Fish & Co. auf Ihrer Akustiktour. Nun war wieder die ganz große Show angesagt. Das Publikum tobte ausgelassen und hüpfte wie wild zu Songs wie „Kleid aus Rosen“, „Der Hofnarr“, „Eisblumen“, „Feuerland“ und vielen weiteren. Einige Fans konnten die Ansagen von Eric fast wie das Evangelium mitsprechen. Nachdem Eric dann auch noch zwei Fans zum StageDiven auf die Bühne holte, waren die Fans nicht mehr zu halten. Sehr cool!

Apoptygma Berzerk

Nach kurzer Umbaupause betraten Stephan Groth & Co. die Bühne. Sie ließen keine Se-kunde auch nur den geringsten Zweifel daran, wer an diesem Abend der Hauptact ist. A-poptygma Berzerk rockten gehörig und das Publikum tobte. Auch die Fans, die Apoptygma Berzerk noch aus der Zeit kannten, als ihre Songs noch nicht auf MTV gespielt wurden, können zufrieden sein. Es wurden einige der Hits aus den Anfangszeiten gespielt. Durch die professionelle Kommunikation und Animation mit dem Publikum, wurden Stephan & Co frenetisch gefeiert. Neben dem allseits bekannten “Shine on” wurden glücklicherweise auch ältere Songs zum besten gegeben wie “Until the End of the World”, “Love Never Dies” und “Non Stop Violence”. Unvergessen ist die Zugabe der Song „Mourn“ gesungen im Duett mit Mark von Mesh. Hervorragend!

Hinter uns liegt ein schönes aber auch sehr anstrengendes Wochenende.
Vielen Dank an alle, die dies möglich gemacht haben.

Karsten Allenstein

Copyright der Bilder bei Arvid Engelfried


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  1. [...] mit fantastischem Line-Up (wer sich für die Bands der Hauptbühne interessiert, sollte bei ultradarkradio.de vorbei schauen). 2008 bin ich wieder in Köln [...]

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